Das Mädchen Wadjda (Synopse)

Komödie/Drama, Saudi Arabien, 2012

Die 11-jährige Wadjda lebt in Riad der Hauptstadt Saudi-Arabiens, einem streng islamischen Land, in dem es Mädchen verboten ist, Fahrrad zu fahren.

Kinotrailer

Wadjda lebt bei ihren Eltern. Ihre Mutter wird täglich von einem Fahrer abgeholt, der sie außerhalb von Riad zur Arbeit bringt. Wadjdas Vater ist mehrere Wochen nicht zu Hause, da er auf einem Ölfeld arbeitet.

Zur Schule geht Wadjda in eine Mädchenschule, die von der strengen Schuldirektorin Frau Hussa geleitet wird. Als Wadjda im Koranunterricht eine Sure nicht vortragen kann, wird sie zur Strafe vor die Tür geschickt. Doch Wadjda lässt sich nicht so leicht einschüchtern. Trotz strenger Kleider- und Verhaltensvorschriften nimmt sie sich ihre Freiheiten. Sie trägt schwarze Converse-Schuhe zur Schulkleidung, hört westliche Musik, und verkauft in der Schule, trotz Verbots der Schuldirektorin, Musikkassetten und Armbänder.

Auf dem Weg zur Schule trifft Wadjda ihren Nachbarn und Freund Abdullah. Als Abdullah mit ihrem Kopftuch auf dem Fahrrad davonfährt, kann sie ihn nicht einholen. Am nächsten Tag, als er ihr zur Versöhnung ein Geschenk macht, erklärt sie ihm, dass sie erst quitt sind, wenn sie mit ihrem eigenen Fahrrad, mit ihm ein Rennen fährt. Abdullah muss darüber lachen, da Mädchen in dem streng islamischen Land, nicht Fahrrad fahren dürfen.

Am nächsten Tag sieht Wadjda in einem Spielzeuggeschäft ein grünes Fahrrad. Das Fahrrad kostet mehr, wie sie Ersparnisse hat. Als sie zu Hause ihrer Mutter von ihren Plänen erzählt, ist die Mutter dagegen. Wenn Mädchen Fahrrad fahren, sagt die Mutter, können sie keine Kinder mehr bekommen.

Doch Wadjda lässt sich nicht entmutigen. In der Schule erhöht sie die Preise für ihre Musikkassetten und Armbänder und fragt die Mutter später, ob sie ihr Geld borgen kann. Doch ihre Mutter hat andere Sorgen. Ihre Schwiegermutter sucht nach einer zweiten Ehefrau für ihren Sohn. Es fehlt ein männlicher Nachfolger in der Familie, und Wadjdas Mutter kann keine Kinder mehr bekommen.

Als eine Mitschülerin in der Schule, wegen verbotener Kontakte zu einem Jungen, der Schule verwiesen wird, ruft die Schuldirektorin Wadjda zu sich. Sie verdächtigt Wadjda mit Sache zu tun zu haben, kann ihr aber nichts nachweisen. Sie warnt Wadjda die Regeln in Zukunft zu achten und verbietet ihr ihren Geschäften in der Schule weiter nachzugehen.

Als Wadjda am nächsten Tag hört, dass das Preisgeld für den Koranwettbewerb aufgestockt wird, meldet sich Wadjda freiwillig und zeigt sich gegenüber Frau Hussa mit einmal sehr interessiert. Eifrig beginnt sie religiöse Fragen zu pauken und übt das Rezitieren von Suren aus dem Koran. Dabei macht sie schnell Fortschritte. Die Religionslehrerin ist beeindruckt von ihrem Engagement und ihrem religiösen Eifer.

Zu Hause lässt Wadjda Abdullah gegen den Willen ihrer Mutter, auf dem Dach des Elternhauses Wahlwerbung für seinen Onkel anbringen. Im Gegenzug möchte sie von ihm das Fahrradfahren lernen. Als sie später mit dem Fahrrad stürzt und sich dabei leicht verletzt, gerät ihre Mutter in Panik.

In der Schule zurück, gewinnt Wadjda den Koranwettbewerb, wird aber von der Schuldirektorin gezwungen, das Preisgeld nach Palästina zu spenden. Enttäuscht verlässt sie die Schule. Auf dem Weg nach Hause, wartet Abdullah ihr Freund auf sie und versucht sie zu trösten. Er sagt ihr, dass er sie einmal heiraten wird.

Zu Hause beglückwünscht sie ihr Vater zum ersten Platz. Er hat es aber eilig, da er auf dem Weg zu einer Hochzeit ist.

Vom Dach des Elternhauses, beobachtet sie mit ihrer Mutter die Hochzeitsfeier und erfährt, dass ihr Vater soeben seine zweite Frau heiratet. Die Mutter, die das Geld für ein neues Kleid nun nicht mehr braucht, schenkt Wadjda das grüne Fahrrad.

Am nächsten Tag erfüllt sich Wadjdas Wunsch, und sie gewinnt das Rennen gegen Abdullah, und fährt ihm, mit ihrem Fahrrad davon…

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